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JULI
 

Ein Weltmeister "zum Anfassen": Vishy Anand mit Quentin Grob, Mike Bocklenberg und Niklas Kölz.




SC 1959 trifft Anand

Mainz, 29. Juli

Was für ein Schachtag am Rhein: Beim 2. Mini-Ordix-Open im Rahmen der 15. Chess-Classics in Mainz traf der Nachwuchs des SC 1959 erst bei einer Autogrammstunde Weltmeister Vishy Anand und vier Weltklasse-Spielerinnen (u.a. Alexandra Kosteniuk) und ließ sich Poster und Vereinsshirts signieren. Anschließend wurde in der bestens klimatisierten Rheingold-Halle an 52 Brettern um den Sieg in vier Klassen gekämpft. Niklas Kölz belegte in der U8 dabei den zweiten Platz und brachte einen Pokal mit zurück ins Sauerland.

Niklas Kölz, Mike Bocklenberg und Quentin Grob traten beim Nachwuchs-Schnellschachturnier, dem Auftakt der großen Schachwoche in Mainz, an. Gespielt wurden sieben Runden nach dem Schweizer-System bei einer Bedenkzeit von 20 Minuten plus fünf Sekunden pro Zug für jeden Spieler. Wie schon im vergangenen Jahr ließen die Organisatoren die Klassen U14, U12, U10 und U8 zusammenspielen und werteten am Ende jede Klasse getrennt.

Das System brachte es mit sich, dass der SC-"Benjamin", Niklas Kölz, in sieben Runden nicht einmal auf einen U8-Gegner traf. Trotzdem sammelte der Sechsjährige fleißig Punkte. 3,5 Zähler waren es nach sechs Runden - vier Runden lang führte Kölz damit das U8-Klassement an, hatte vor der letzten Runde einen halben Punkt Vorsprung. Doch trotz guter Stellung und zweier Mehrbauern vergab er die letzte Partie gegen einen deutlich älteren Akteur, der zwischenzeitlich sogar nach eigenem Bekunden nach der Partie ein Remis angenommen hätte, was Kölz wohl zum U8-Sieg gereicht hatte. So aber blieb der Zähler für den jungen SC-Akteur bei 3,5 Zählern stehen. Elias Müller gewann seine letzte Partie und schob sich noch an die Spitze des U8-Klassements (15 Starter). Für Niklas Kölz blieb Rang zwei, was trotz der finalen vergebenen großen Chance ein toller Erfolg ist.

Quentin Grob spielte in der U10-Klasse mit Licht und Schatten. Am Anfang spielte er zu schnell und gab eine gewinnbare Partie leichtfertig ab, doch Grob steigerte sich und gewann sogar den vereinsinternen Vergleich gegen Mike Bocklenberg in Runde sechs ein wenig glücklich. Mit 3,0 Zählern wurde unter den 22 Akteuren in der U10-Klasse am Ende 17., was letztlich in Ordnung ging.

Mike Bocklenberg hatte in Mainz keinen guten Tag erwischt. Er startete zwar mit einem leichten Sieg, doch in der Folge verschenkte er zwei Gewinnstellungen und schlug in einer weiteren Partie ein Remisangebot seines Gegners aus, überzog und verlor noch. So blieben ihm am Ende nur 2,0 Punkte statt möglichen 4,5 und unterm Strich der 30. Platz in der U14-Klasse, in der 33 Spielerinnen und Spieler gestartet waren.

Das Gesamtturnier gewann der letztjährige Deutsche U10-Meister Dennis Wagner mit 6,0 Punkten. Wagner weist als Elfjähriger bereits eine DWZ von 2021 auf - beeindruckend. Es war indes für die SC-Akteure in der Rheingoldhalle bei weitem nicht das Beeindruckendste, auch nicht die perfekte Organisation und Technik in Mainz, eher schon die Begegnung mit einem sympathischen Inder vor dem Turnier...

Die Klassements auf der Turnierseite

Bilder
Autogrammstunde I: Vishy Anand und Quentin Grob
Autogrammstunde II: Vishy Anand und Niklas Kölz
Autogrammstunde III: Alexandra Kosteniuk und Mike Bocklenberg
Treffen am Niggemann-Stand: Vlastimil Hort und Heiko Kölz
Die Bühne besetzt: Das SC-Team um Thomas Machatzke
Pause am Rhein: Mike und Niklas
Spielpause in der voll klimatisierten Rheingoldhalle
Objekte der Begierde: Mike, Niklas und die Pokale
Am Brett: Niklas
Am Brett: Mike
Am Brett: Quentin
Siegerehrung I: Die Top 4 der U8-Klasse
Siegerehrung II: Niklas und sein Pokal


Bien in Bad Lauterberg

Bad Lauterberg, 13. Juli

Mit Höhen und Tiefen verlief die Teilnahme unseres Sozialwarts Christian Bien am Niedersächsischen Qualifikationsturnier für den Deutschland-Cup in Bad Lauterberg ab. Anders, als bei uns in NRW, wird im neuen Landesverband von Christian Bien - Bien ist seit 1. Juli durch seinen Umzug aktiv für den SK Wildeshausen gemeldet - die Startplätze in mehrtägigen Turnieren ermittelt.

Bereits am Donnerstag fuhr Bien mit einer elfköpfigen Gruppe des SK Wildeshausen in den Südharz. Bien, der bereits seine Qualifikation für Dresden über NRW "im Sack hat", startete am Donnerstagabend unbekümmert in die erste Turnierpartie. Gegen den späteren Sieger der 1700er-Klasse, Klaus Elborg aus Duderstadt (DWZ 1740), startete Bien gut in das Turnier und erkämpfte am Ende ein Remis. Auch am zweiten Tag lief es für den Neu-Cloppenburger nicht schlecht. Zwar gab es am Freitagmorgen gegen den 12-jährigen Philipp Kyas (Salzgitter, DWZ 1776) - immerhin Teilnehmer der Jugendweltmeisterschaft 2007 in Antalya - eine derbe Niederlage, doch trotzte das passive SC-Mitglied dem Lokalmatador Wilhelm Ohlwein (Osterode, DWZ 1426) und damit einem weiteren DWZ-stärkeren Gegner am Nachmittag ein Remis ab. Mit mehr Erfahrung im Endspiel hätte Bien diese Partie gar gewinnen müssen.

Leider lief es für den 36-Jährigen am Samstag dann nicht mehr so gut. Zwar spielte Bien auch am dritten Tag gegen DWZ-stärkere Gegner, doch zwei Niederlagen wären mit den Leistungen der beiden vorangegangenen Remis-Partien nicht nötig gewesen. Die Gegner am Samstag hießen Eckhart Sander (Salzgitter-Bleckenstedt, DWZ 1317) und Ingo Wollnik (Hannover, DWZ 1452). Richtig bitter wurde der Sonntag für Bien. Gegen den jungen Markus Fritzsche aus Braunschweig (DWZ 1039) hatte Bien sich bereits klare Vorteile erarbeitet und diverse Remis-Angebote abgelehnt. Plötzlich ergab sich für Fritsche ein Mattbild und Bien musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren. In der abschließenden siebten Runde schaffte es Bien dann doch noch, das Turnier halbwegs zu retten. Gegen Michael Schläger aus Uelzen (DWZ 1113) dominierte Bien von Beginn an und siegte ohne große Gegenwehr.

Am Ende belegte Christian Bien als 45. der Setzliste einen 49. Platz. DWZ-Punkte wird Bien zwar nicht verlieren, doch war er eigentlich in den Harz gereist, um einen Schritt nach oben zu machen. Das gelang leider nicht. Die Ergebnisse gibt es auf der Turnierseite


Aufstellungen stehen

Schalksmühle, 12. Juli

Der SC 1959 geht in der Saison 2008/09 mit einer veränderten Mannschaft ins Rennen in der Schach-Bezirksliga: Mit Uwe Kleinschmidt (Svgg Lüdenscheid II) und Volker Niebuhr (SV Werdohl) verzeichnet der SC 1959 zwei externe Zugänge, die das Team noch ausgeglichener machen. Uwe Kleinschmidt war in der vergangenen Saison die beste Nummer zwei der Bezirksliga Sauerland und bringt als B-Lizenz-Trainer viel Erfahrung in den verschiedensten Bereichen mit. Volker Niebuhr zählte im vergangenen Jahr zu den erfolgreichsten Punktesammlern in der Bezirksklasse. Nach einer langen Schachpause spielte der Nachrodter in vergangenen beiden Jahren sehr erfolgreich für den SV Werdohl. Beide Neuzugänge sind echte Verstärkungen für das Team. Außerdem hat auch Arnfried Koch, der seit dem Winter wieder beim SC 1959 gemeldet ist, signalisiert, einige Spiele bestreiten zu wollen. Noch eine Verstärkung für den SC 1959.

Durch diese Personalien sollte das Team des SC 1959 noch ein wenig schlagkräftiger werden, auch wenn Spitzenkraft Bodo Lüttich nicht mehr wie bisher zur Verfügung stehen wird. Mit Christian Hochheusel, Martin zu Putlitz, Peter Kernchen und Peter Tschersich sind vier Stammspieler der vergangenen Jahre diesmal an der Spitze der zweiten Mannschaft gemeldet, können aber jederzeit aushelfen. Die zweite Mannschaft sollte damit stark genug sein, in der Kreisliga das erklärte Ziel Aufstieg zu realisieren. Der Sc 1959 schickt in der Kreisliga zwei Teams ins Rennen. In diesen Teams soll auch der Nachwuchs verstärkt eingebaut werden.

Und die Saisonziele in der Bezirksliga? Da es nach dem Rückzug der Svgg Lüdenscheid III nur sieben Teams in der Bezirksliga gibt, ist selbst der siebte und letzte Tabellenplatz nur ein Rang, der das entsprechende Team in einer Abstiegsrelegation führt - einen direkten Absteiger wird es nicht geben. Ziel des SC 1959 ist es, mit der unteren Tabellenregion nichts zu tun zu bekommen. Nach zwei vierten Plätzen wäre es schön, diesmal vielleicht einen Treppchenplatz zu erobern. Die Konkurrenz ist dabei allerdings wie gehabt groß - der SV Halver II ist neben Verbandsklassen-Absteiger SF Lennestadt der Topfavorit auf den Aufstieg. Die Svgg Lüdenscheid II hat zwar ein deutlich anderes Gesicht als im Vorjahr, darf aber keinesfalls unterschätzt werden im Titelkampf. Und auch Attendorn und die Königsspringer Lüdenscheid sind jederzeit für eine Überraschung gut. Es wartet wieder eine spannende Saison.



Pokal ausgelost

Schalksmühle, 12. Juli

14 Mannschaften haben für den Viererpokal im Schachbezirk Sauerland gemeldet. Die 1. Runde findet am 6. September statt. Der SC 1959 hat schwere Lose gezogen. Die zweite Pokalmannschaft muss zur Svgg Lüdenscheid II, die erste erwartet die SvG Plettenberg.

Die komplette 1. Runde: Svgg Lüdenscheid II - SC 1959 II; SF Neuenrade - Svgg Lüdenscheid; SC 1959 - SvG Plettenberg; SvG Plettenberg II - Turm Altena; SF Lennestadt - SF Attendorn; KS Lüdenscheid - SV Halver; SV Halver II - SV Werdohl


Happy Birthday, Peter!

Der dritte echte "Fuffziger" des SC 1959 2008: Am 7. Juli hat Peter Kernchen das halbe Jahrhundert voll gemacht. Der Schachclub wünscht Peter, der seit Jahren für den SC 1959 aktiv ist und seit geraumer Zeit auch als DWZ-Sachbearbeiter im Bezirksvorstand mitarbeitet, alles Liebe und Gute zu seinem runden Geburtstag! Vor Peter Kernchen hatten in diesem Jahr bereits Frank Eilingsfeld und Peter Tschersich die "50" voll gemacht.




Dolgopolyj stark

Dortmund, 6. Juli

Mit zum Teil sehr guten Ergebnissen kehrten die Schachspieler der Region von den Open-Turnieren im Rahmen der Dortmunder Schachtage zurück. Eine Woche lang kämpften bei den Open mehr als 200 Spieler im Dortmunder Rathaus und mithin im Schatten der Weltspitze, die auf der Bühne des benachbarten Theaters den Dortmunder Champion 2008 (Peter Leko) ermittelten, um Turniersieg und Preisgelder. Der SC 1959 war in Dortmund nicht vertreten.

Beim ausgezeichnet besetzten A-Open der Schachfreunde Brackel hatten die heimischen Akteure allerdings einen ganz schweren Stand. Der Halveraner Philipp Kelbling, der in Dortmund für den SV Meschede antrat, spielte ein gutes Turnier und erreichte nach neun Runden 4,5 Zähler, was zu Rang 53 unter 97 Teilnehmern reichte. Adrian Babczyk, Verbandsliga-Spieler des SV Halver, verpasste es in der letzten Runde, zu Kelbling aufzuschließen und wurde mit 3,5 Zählern 76. im Feld. Marek Maniocha, Routinier aus Reihen der SvG Plettenberg, feierte nach weniger gelungenen sieben Runden immerhin noch zwei Siege zum Turnierende und kletterte damit mit 3,5 Zählern auf Rang 85. Die A-Open gewann der Internationale Meister Mikhail Zaitsev (SG Bochum) vor IM Andrey Orlov (SF Gerresheim) und IM Karl-Heinz Podzielny (SF Essen-Überruhr).

Beim B-Open (bis DWZ 1900) belegte der Einzelmeister des Bezirks Sauerland, Vladimir Dolgopolyj (SV Halver), mit 7,0 Zählern den starken sechsten Rang unter 120 Startern. Dolgopolyj war damit sogar punktgleich mit dem Drittplatzierten, Aleksandr Barskij (Brackel), wies aber die schlechtere Buchholz-Wertung auf. Trotzdem ein Klasseturnier des Manns aus Omsk, der in der Schlussrunde seinen Vereinskollegen Roman Babczyk besiegte. Für Babczyk blieb damit mit 6,0 Zählern diesmal nur Rang 15 in Dortmund. Auch seine Leistung durfte sich indes sehen lassen. Das B-Open gewann Thomas Kubo (SK Turm Schiefbahn) mit 7,5 Punkten.


Ferienspaß im Schachclub

Schalksmühle, 4. Juli

Bauer, Turm, Pferd, Läufer….konzentrierte Ruhe herrschte ich Raum des Schachclubs Schalksmühle am Freitag Morgen vor. 12 Kinder der Ferienfreizeit spielten zwei Stunden lang an den Schwarz-Weißen Brettern. Im Rahmen der Schalksmühler Ferienspiele waren einige der teilnehmenden Kinder am Freitagmorgen zu Gast beim Schachverein.

Jonas Dieckmann hat schon mit acht Jahren die Regeln von seinem Vater gelernt. Heute, als Elfjähriger gibt er Tipps an seine Kumpels. „Im Sommer spiele ich nur noch selten Schach. Lieber Fußball, deswegen komme ich auch so gerne zur Ferienfreizeit. Ich nutze jede Gelegenheit auf dem Bolzplatz mit Kunstrasen…Aber wenn es schlechtes Wetter gibt, sitze ich schon mit meinem Vater abends am Brett." Drei Mitglieder des Schachclubs beobachteten die Spieler. Martin zu Putlitz hatte sich extra Urlaub genommen, um den Jugendlichen als Helfer und Betreuer zu fungieren. Besonders begeistert spielten etliche Kinder zusammen am großen Spiel. In den Jahren davor waren oft auch Neulinge dabei. Und einige sind auch später im Schachclub eingetreten", Nektarios Stefanidis, Leiter des Jugendzentrums, begleitete die Jugendgruppe in die Räume des Feuerwehrgerätehauses.

Das Jugendtraining des Schachclubs Schalksmühle findet freitags zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr statt. Interessenten sind jederzeit gerne gesehen.

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